Vibrant Soundbridge

Im Juni 2014 saß ich nun wieder in der HNO Klinik. Diesmal in der Implantatssprechstunde.Mein Gehör hatte sich leider weiter verschlechtert.Nun sollte überprüft werden was man machen kann.

Nach einer Untersuchung der Ohren ging es zum Hörtest.Der fiel leider nicht gut aus. Links kam trotz Hörsystem nur noch sehr wenig an. Der Professor riet mir nun noch ein CT von Felsenbein machen zu lassen und noch einmal zum Akustiker zu gehen. Dieser bestätigte aber nur das man die linke Seite leider nicht mehr besser einstellen konnte.

Am 9.September  ging es dann wieder in die Implantatssprechstunde. Diesmal mit CT.Dort wurde mir dann gesagt das links ein Vibrant Soundbridge angebracht wäre.Nun lag es an mir. Bin ich bereit die Risiken einer OP/Vollnarkose auf mich zu nehmen?Nervliche Belastung und Schmerzen durch zu stehen?Dafür als Belohnung ein viel besseres Hören ?

Ja, ich erklärte mich bereit und holte mir ein OP - Termin für den 30.9. Am 29.9 ging ich nun auf Station.Dort fanden dann die letzten Vorbereitungen statt (Blutkontrolle/HNO Untersuchung beim Stationsarzt und Chefarzt. Sowie Aufklärungsgespräch für  OP/Narkose)

Am nächsten Tag ging es dann früh um 8 Uhr in den OP.Gegen Mittag wachte ich dann aus der Narkose auf .Mit Übelkeit und extremer Schwäche aber ohne Schmerzen. Die Übelkeit bekamen wir ganz schnell in Griff.Kurz vor 13 Uhr war ich dann wieder auf mein Zimmer.Mir ging es dann gut ,war aber müde und schlief dann erstmal. Nachmittag kam dann der Chirurg und erzählte mir das alles gut gelaufen war.Nur musste wie gedacht das Mittelohr aufgrund der Radikalhöhle komplett aufgemacht werden. Die Mittelohrprothese wurde entfernt und das neue Hörsystem direkt am runden Fenster von der Hörschnecke implantiert.Ich hatte dann eine Woche lang Druckverband, der täglich gewechselt wurde.Alles verlief ohne Komplikationen. Nach einer Woche wurden dann die Fäden gezogen, und mit einer Ohrenklappe konnte ich die Klinik verlassen.

3 Wochen später wurde dann noch die Tamponade aus den Mittelohr entfernt.Leider fingen ein paar Tage später nun die Schwierigkeiten an. Mein Mittelohr entzündete sich und Polypen entwickelten sich.Mit den neuen Implantat hatte es nichts zu tun.Es lag an meine gewohnte Wundheilungsstörung. Beim Mittelohr meint mein Körper immer es zuwuchern lassen zu müssen. Doch mit intensiver Behandlung und Geduld haben wir es in den Griff bekommen.

Am 17.11 war es nun soweit,der Tag der Anpassung ! Und es funktionierte !Die Welt kam mir einfach nur laut vor.Aber ich konnte sofort besser hören und in den nächsten Wochen sollte es noch besser werden. Ich bin noch ein paar mal zur Feineinstellung zum Akustiker gegangen.Ich muss sagen der Stress und die Aufregung haben sich wirklich gelohnt.

 

Hier noch ein paar Bilder


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